Meine Keramik

Auf der Drehscheibe entstehen aus Steinzeugton und Porzellan Tassen, Becher, Teller, Schalen, Schüsseln und Vasen in natürlichen Farben, die bei 1.240 Grad oxidierend gebrannt werden. Um den erdigen, naturschönen Charakter des Tons hervorzuheben, werden die Objekte häufig nur partiell glasiert. Jedes Stück trägt Spuren des Machens und Entstehens, frei von äußerer Perfektion.

Keramik aus Porzellan

Der handwerkliche Prozess

Vorbereitung des Tons

Der Ton muss zunächst gut durchknetet werden, um ihm eine einheitliche Konsistenz zu geben und um alle Luftblasen zu entfernen.
Eine geläufige Technik ist das sogenannte Widderkopfkneten.

Vorbereitung des Tons

Gefäß aus dem Tonklumpen drehen

Mit entsprechenden Werkzeugen wird das Gefäß mit den Händen gedreht. Der zu drehende Zylinder ist dabei die Ausgangsform von allen aufrechten Objekten. Bevor aber ein Gefäß entstehen kann, muss der Ton zunächst zentriert werden, damit keine Unwuchten entstehen.

Gefäß aus dem Tonklumpen drehen

Trocknen des gedrehten Stücks

Bevor das Gefäß weiter bearbeitet werden kann, muss der Ton trocken genug sein, um sich beim Abdrehen nicht mehr zu verformen. Gleichzeitig muss er aber auch noch so viel Feuchtigkeit haben, damit er sich problemlos trimmen lässt. Diese Trockung dauert 1-2 Tage.

Trocknen des gedrehten Stücks

Abdrehen

Beim sogenannten Abdrehen erhält das lederharte Werkstück den letzten Schliff, indem überflüssiger Ton entfernt, ein Fußring gestaltet wird oder die Gefäßwände geglättet werden. Bevor das Gefäß geschrüht werden kann, muss es knochentrocken sein.

Beim sogenannten Abdrehen erhält das lederharte Werkstück den letzten Schliff

Gefäße schrühen

Nach dem Abdrehen und dem abgeschlossenen Trocknungsprozess erfolgt der erste sogenannte Schrühbrand. Bei diesem Brand verdunstet das gebundene Wasser, die organischen Bestandteile verbrennen und die Entgasung des Scherbens setzt ein.

Gefäße schrühen

Glasieren & Oberflächen gestalten

Nach dem ersten Brand bleibt ein poröser Scherben zurück, der beim Glasieren das enthaltene Wasser optimal aufsaugt. Dabei gibt es viele Methoden, Glasuren aufzutragen, vom Bemalen bis zu Techniken wie dem Sprühen, Gießen und Tauchen.

Glasieren & Oberflächen gestalten

Glasurbrand

Nach dem Glasieren erfolgt der sogenannte Glasur- oder Hochbrand bei Temperaturen >1.000 Grad, damit die aus Ton fertiggestellten Keramiken dicht und wasserundurchlässig und damit erst gebrauchsfähig werden.

Glasurbrand